Ähnlich wie im vorchristlichen Europa die Natur und der gesamte Kosmos von verschiedenen Göttern durchdrungen waren, kennt der Hinduismus eine beinahe unbegrenzte Anzahl Gottheiten, genannt devas. Es sind universale Herrscher, die für alle Aspekte des Lebens zuständig sind: Gesundheit, Fruchtbarkeit, Reichtum, Macht, Tod usw. Sie beherrschen auch alle Elemente, wie Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum.

Zu den mächtigsten gehören Shiva, der u.a. für die Auflösung des Kosmos am Ende der Zeit zuständig ist, Brahma, der Schöpfer der materiellen Welt, und Vishnu als Erhalter des gesamten Universums. Sehr beliebt ist der elefantenköpfige Ganesha, der aufgerufen wird, um die Hindernisse im Leben zu entfernen. Lakshmi, die Glücksgöttin, erhält Huldigung von jenen, die sich Wohlstand wünschen. Wohl am populärsten ist Krishna. Seine bezaubernde Lieblichkeit wird in vielen Hymnen besungen und sein philosophischer Dialog in der Bhagavadgita ist die bekannteste Schrift des Hinduismus.

Besonders zu erwähnen sind auch die avataras, Erscheinungen einzelner Gottheiten auf der Erde. Zahlreiche Texte beschreiben die dasa-avataras, die zehn „Inkarnationen“ Vishnus.

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